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So verarmt unser Handwerk und mit ihm auch unsere Friedhofskultur, denn geht man heute über einen mit glattpolierten Steinen vollgestellten Friedhof, kommt man schwerlich auf die Idee, das ein Grabmal ein Träger von Bedeutung sein könnte. Und wenn man diesen Steinen einmal keine Bedeutung mehr beimisst, kauft man sie halt ein wie jeden anderen Gebrauchsgegenstand: Schnell, billig und pflegeleicht.

Bei der Gründung unseres Unternehmens im Jahr 2015 war uns von Anfang an klar, dass wir an diesen Entwicklungen nicht teilhaben wollen und wir nach anderen, ökologisch und sozial nachhaltigen und gestalterisch anspruchsvollen, Wegen suchen müssen.
So haben wir beschlossen, das Spiel der Grossen nicht mitzuspielen und uns von der internationalen Steinindustrie fernzuhalten: Bei uns gibt es keine maschinell gefertigte Massenware, sondern nur von uns, nach unseren eigenen Entwürfen, mit Handwerklichen Mitteln erarbeiteten Einzelstücke, sowie naturbelassene Felsen und Findlinge.
Bei der Materialbeschaffung halten wir die Transportwege so kurz wie möglich: Sandsteine gibt es in Westfalen und in der Eifel, wo auch Vulkanische Materialien vorzufinden sind. Grauwacke beziehen wir aus dem Bergischen Land und Kalksteine aus Süddeutschland und der Wallonie. Nur der Marmor, auf den wir als „edles“ Material von hoher Qualität nicht verzichten wollen, reist aus Italien an.
Unsere bruchrauhen Felsen suchen wir eigenhändig nach ästhetischen und qualitativen Kriterien in den regionalen Steinbrüchen aus. Ähnlich verfahren wir bei der Beschaffung von Flussfindlingen in Frankreich: Wir entnehmen nur wenige, ausgewählte Exemplare aus den Flussbetten um keine tiefgreifenden Schäden in der Landschaft zu verursachen. Den Transport nach Deutschland übernehmen wir selbst, da wir aus familiären Gründen ohnehin regelmässig in Frankreich unterwegs sind.

Auf diese Weise bleibt unser Handwerk ein schöpferisches, verantwortungsvolles Tun, das uns erfüllt und welches uns ermöglicht unseren Kunden guten Gewissens qualitativ hochwertige Arbeiten anzubieten, die für sie von echter Bedeutung sind.

Der Grossteil der Grabsteine wird heute in Ländern wie China und Indien in industrieller Produktion gefertigt und nach Deutschland importiert. Sogar europäische Gesteine werden nach Indien transportiert und dort weiterverarbeitet um dann günstiger auf unseren Märkten angeboten werden zu können.
Folglich muss der hier ansässige Steinmetz seine Ware nur noch aus Katalogen auswählen und kann sie bei geringem Aufwand und hoher Gewinnspanne zum Verkauf anbieten.

So funktioniert globale Marktwirtschaft, sie lässt einige Geldbörsen anschwellen und beutet dabei Mensch und Natur rücksichtslos aus:
In diesen Ländern gibt es oftmals keine Arbeitsschutzbestimmungen, die Menschen opfern unter unwürdigen Bedingungen ihre Gesundheit und vor Kinderarbeit wird auch nicht halt gemacht.
Es bestehen keine Naturschutzgesetze, die den Zugang zu Steinbrüchen Umweltgerecht regulieren. Der Energieaufwand für den Transport steht in keinem Verhältnis zu den dadurch verursachten ökologischen Schäden.

Auch der Steinmetz, froh über die anscheinende „Wirtschaftlichkeit“ seines Unternehmens, schadet sich und seinem Handwerk auf lange Sicht selbst:
In dem er die Produktion seiner Ware der Industrie überlässt degradiert er sich zum einem reinen Verkäufer von Massenwaren.
Er verliert sein handwerkliches können, sein technisches Wissen und seine gestalterischen Fähigkeiten und kann diese auch nicht an die nächste Generation weitergeben.

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